Wann geht es los?

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27. 6. 2016, Redaktion Die Erle.

Symphilosophikum ?

Ein ungewöhnlicher Name für eine Netzseite? Nun so ganz neu ist der Begriff „Symphilosophikum“ nicht. Er hat eine Wurzel in der Deutschen Geistesgeschichte und Urheber, deren Namen wir nicht verschweigen wollen. Er geht auf die Gebrüder Schlegel zurück, die in ihrer Zeit recht fortschrittliche Ideen entwickelten. Wem „Lucinde“ in der Literatur begegnet ist, ist auf der richtigen Spur, die Philosophen liebten die Grenzüberschreitung und das in einer Zeit, in der in der Universität noch strenge akademische Regeln den Ablauf jeder wissenschaftlichen Auseinandersetzung regelten. Man pflegte einer These die Antithese entgegenzusetzen und Positionen zu verteidigen. Der Begriff der „Verteidigung“ einer Promotionsarbeit stammt noch aus dieser Gepflogenheit. Das Neue, was die Schlegels erprobten ist heute noch „modern“, das was man unter der Bezeichnung „Brainstorming“ nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften methodisch verkauft, liegt ganz eng an dem, was vor Zeiten erprobt wurde. Den Fluß der Ideen und Gedanken nebeneinander zu stellen und nicht zur perpetuierenden Folge von Knotenpunkten zu machen, darin lag das Neue. Sie nannten es „Symphilosophieren“, also in etwa als „Zusammenbringendes Philosophieren“ verstanden. Aber noch ein anderer tragender Gedanke lag der Annahme zugrunde. Wenn es kein letztlich Absolutes und Wahres geben kann, lohnt nur die Aneinanderreihung der Gedanken.
Genau dieses versuchen wir hier in dieser ersten Online Form zu realisieren. Das Besondere liegt aber darin, dass unsere Autoren sämtlich unter einem Alias schreiben und so den Leser nötigen, sich auf das Argument reduziert mit den angesprochenen Beiträgen auseinander zu setzen. Dies hat es in Deutschland in dieser Form bisher nicht gegeben. Ein direktes Antworten und „Rechthabenwollen“ in einer Ergänzung wird es in diesem Forum nicht geben. Gleichwohl kann jeder hier seine Gedanken einbringen, unter einem Alias und der Gewissheit des Schutzes durch das Presserecht. So bleibt den Lesern nur das, was intendiert ist, die Auseinandersetzung mit dem anderen Gedanken, losgelöst von der Person des Schreibenden.